2-Tages Ausfahrt in’s Blaue 26. - 27. Juni
Wie schon lange bekannt war, führte diese in den Norden der Vogesen. Anmelden musste man sich schon früh, und dies zog sich auch so
weiter, denn Abfahrt auf der Raststätte in Pratteln war um 07.00 Uhr. Fast zu früh für einige, doch alle zwölf Teilnehmer waren „pünktlich“ eingetroffen. Die Strecke führte uns Richtung Kandern, Grissheim nach Breisach am Rhein. Doch nicht so schnell! Wer ein hyperschnelles Motorrad fährt, muss zuerst schrauben. Gaskabel wieder
zusammengeknüpft und weiter ging’s. Der erste unvorgesehene Halt. „Noch
kein Kaffee“ hiess es, das Restaurant hatte noch nicht geöffnet. Nach diesem kleinen Zwangshalt fuhren wir weiter nach Breisach am Rhein, wo wir uns ein erstes Mal stärkten. Nun aber ab in die Vogesen. Nach einem kurzen Tankstop in Niedermorschwihr ging der Kurvenspass richtig los. Gut warmgefahren ging’s Richtung Les Trois Epis, zum Lac Blanc. Nach einem kurzen Halt und guten Wünschen trennten wir uns und fuhren in 2 Gruppen weiter. Die Schnellen und die Geniesser (was nicht heissen
soll, die Schnellen genossen es nicht!) fuhren auf unterschiedlichen
Strecken zum nächste Treffpunkt für die Mittagspause auf dem Col de Saales. Den einen mundete das Mittagessen, ein anderer übte sich mit Warten und wurde nicht einmal
belohnt (so ne Schweinerei). Also weiter mit leerem Magen. Wieder
in zwei Gruppen fuhren wir über die wunderschönen Strassen der Vogesen
zum nächsten Treffpunkt "Le Struthof". Als Konzentrationslager der Deutschen
Wehrmacht ist "Le Struthof" ein unrühmliches Überbleibsel des
2. Weltkrieges.
Das Denkmal in Struthof
Der Besuch war freiwillig, da einige diese Stätte schon
besucht und sich Ihre Meinung bereits gebildet hatten. Am zweitletzten Treffpunkt warteten wir auf unsere schnellen Geniesser. Zwei kamen,
zwei nicht. Die Laverda ging so gut, dass ihr Besitzer glaubte,
nur ein Ölstandsmesser sei zuwenig und deshalb kurzerhand zwei neue Schaugläser in den Motorblock schlug. Der Ölstand konnte nun wesentlich besser
abgelesen werden, doch die Leistung des Motors sank schlagartig auf Null. (Scheisse, das kostet wieder einen Haufen Geld). Irgendwie rächt sich das Spötteln über die Standfestigkeit der Ducati’s. Doch Kollegen hat man einfach. Zurück in die Schweiz, Camion holen, Laverda aufladen und doch noch zu unserem Ziel
dem
Hotel Restaurant: Domaine Le Moulin in Ottrott

Hier lässt es sich gut sein. Nachdem unsere Motorräder in der abschliessbaren Garage verstaut waren, musste etwas
Flüssiges her, um den ersten Staub hinunter zu spülen. Danach war Zimmerbezug, Duschen, und
Relaxen. Frisch und locker angezogen ging’s zum Willkommens-Trunk mit Mise en bouche, Weisswein à discretion und kleinen Häppchen. Das Abendessen war vorzüglich (diesmal für
alle! ). Dann ging’s ab in die Heia. Nach einem tiefen Schlaf wurden wir durch das
Pfeifen der Vögel und das Rauschen des Mühlebaches geweckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir kreuz und quer über und um die Vogesen zurück in die Schweiz. Nach Aussage der Teilnehmer gefiel es allen. Einige kleine Hacker werden sicher bei der nächsten Ausfahrt im Herbst ausgemerzt sein. Meldet euch bei Daniel Blanchard an, denn am 25. + 26. September 2004 geht’s nochmals in die schönen Vogesen. Alle, die an der Fahrt in’s Blaue nicht teilgenommen
haben und „gluschtig“ gemacht wurden, werden sicher an der Herbstausfahrt dabei sein.
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