Rückblick 2008
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Alles Ducati

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Die Kunst des Weglassens. Ja liebe Leserin lieber Leser, eigentlich
würde dies genügen. Es wäre wirksam gegen Muskelschwund, das
Kombi würde nicht immer enger, kurz, es wäre gut für unser
Wohlbefinden.
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Wäre, denn wir meinen, es müsse unbedingt ein Motor dran sein,
wenn möglich einer mit Kraft, schönem Ton, umgeben von edlen
Teilen und da hat Ducati nun wirklich etwas zu bieten.......Kein
Wunder, dass sich Verehrer dieser Marke finden, einen Club zu gründen.
Wie sich die Bedürfnisse, die Ansprüche, die technischen
Möglichkeiten im Laufe der Zeit verändern, sei hier kurz
dargestellt.
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Nun aber der Reihe nach. Eigentlich sollte dies bloss der Bericht
sein vom Besuch des IMCS am Jubiläumsfest des Ducati Club Schweiz. Wir wollten
unseren Kollegen dort die Referenz erweisen. Besammlung beim Präsi. (kein Bild) Kurz nach 10.00 machte sich ein
beachtlicher, sozusagen artenreiner Tross aus 10 Motorrädern auf den
Weg in Richtung Egliswil. Nun ja, an die präsidiale Honda hat man
sich gewöhnt, sie hat ja auch schon als Organspenderin für eine
havarierte Laverda hergehalten und bei Motorrädern von Gästen muss man nicht
sooo genau hinschauen.
Im Griengruebewald kurz nach Heimenhausen eine flüchtige Begegnung
mit einem heimlichen Italofan.
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(Kein Jägerlatein, etwa so hat es ausgesehen)
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Ein Reh lauschte kurz dem Donnern der Lafranconis, querte dann gut
50 m vor der Laverda des Tourenführers die Strasse und verschwand
mit ein paar anmutigen Sprüngen im Unterholz.
Die Kurven hinauf zum Boowald, der Buckel zwischen Zofingen und
Bottenwil, der Bööler, für mich immer wieder ein Genuss....
Egliswil erreichten wir keine Sekunde zu früh. (Pralle Blasen).
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Bis hierher war die Geschichte noch recht einfach. Einmal auf dem
Gelände, löste sich der IMCS Tross auf in kleine Gruppen, jeder
hatte seine eigenen Erlebnisse, Begegnungen, Eindrücke.
Ab hier geriet die Erzählung arg ins Stocken, zu viele Einrücke
wollten verarbeitet sein.
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Beeindruckend, was der Ducati Club Schweiz in Egliswil auf die Beine
gestellt hat. Meine Zeit auf dem Gelände war leider nur kurz
bemessen, aber bald war mir klar, dass es mir nicht wirklich
gelingen würde, mit ein paar Zeilen und einigen Bildern diesen
Anlass gebührend zu würdigen. Die Vorarbeiten, die Planung, die
Entscheidungen, der Einsatz aller Helferinnen aller Helfer, man kann
den Aufwand bloss erahnen. Sogar der Sandkasten für die Kleinsten
wurde eingeplant. Wir ziehen den Hut.
Erfreulich, die zahlreichen Begegnungen mit bekannten Gesichtern.
Schwieriger, aber normal bei einem solchen Anlass, der Kontakt mit
Mitgliedern des DCS, die waren doch allesamt am "chrampfe".
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In der Halle traf mich der Blick aus diesen Augen und ich bedaure
eigentlich den Mann, der bei diesem Anblick cool bleibt. In der
Halle konnte man überhaupt nicht cool bleiben, bei all den
Maschinen die es zu sehen gab. Ein Glücksfall war es, hier während
einer freien Minute auf Peter Aregger zu treffen, welcher mit dem Ressort
Halle/Ausstellung betraut war. Den Besuchern konnten 127
Ausstellungsobjekte präsentiert werden. Jedes Objekt mit seiner
eigenen Geschichte, wie jene 175er von 1959 welche ihren Besitzer
täglich zur Arbeit brachte und heute für Peter eine ganz besondere
Bedeutung hat. 127 ein gutes Ohmen? Stoner, dieses Jahr mit Nr. 1
letztes Jahr mit 27, wer weiss?
Auch hier kann man den Aufwand bloss erahnen, die zahllosen
Telefonate mit Besitzern, die Auswahl der Maschinen,
Transportprobleme, vorbereiten der Halle, die Platzierung der
Maschinen, Stunden, Stunden und nochmals Stunden. Diese Ausstellung,
auch ein Teil des Ganzen, so etwas sieht man nicht alle Tage.
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Es tut mir leid Peter, dass ich den richtigen Augenblick zum
Abdrücken verpasst habe. Man kann dich trotzdem noch gut erkennen,
auch deine prächtige Paul Smart Replica.
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Die unzähligen Stunden, welche die Besitzer mit Putzlappen und
Politur beschäftigt waren, darf man auch nicht vergessen, es hat
entsprechend geglänzt.
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Leider habe ich längst nicht alles gesehen. Ich habe Melanie
Winiger nicht gesehen, den Stuntman habe ich verpasst, auch die
Darbietungen vom Sonntag. Ganz sicher haben all diese Darbietungen
den Anlass nochmals bereichert.
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Im Namen des IMCS darf ich an dieser Stelle dem
Ducati Club Schweiz zu seinem Jubiläum gratulieren, insbesondere
für dieses eindrucksvolle und würdige Motorradfest.
Herzliche Glückwünsche und herzlichen Dank.
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Text /Bilder: Peter Hürlimann
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