Rückblick 2010
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Zweitages Sommerfahrt 3. - 4. Juni 2010
Nachdem ein Mitglied (das dann doch
nicht mitgekommen ist!) moniert hatte, als Italo-Klub wäre wieder einmal
eine Ausfahrt mit Ziel in Italien fällig, machte ich mich an die
Arbeit. Im Internet sah das vorgeschlagene Hotel gut aus, der gute
Eindruck bestätigte sich anlässlich der Rekognoszierung, auch die
Halbpensionspreise von 50.- € pro Person im DZ und 65.- € im EZ
erschienen uns für die Sommersaison angemessen. Am Samstag, 3.
Juni besammelten sich also 12 Personen mit 8 Motorrädern beim
Hotel Post in Innertkirchen. Start nach einem stärkenden Kaffee
mit Gipfeli bei schönstem Wetter Richtung Grimselpass, problemlose
Fahrt mit verhältnismässig wenig Autoverkehr, dafür vielen
Motorrädern. Ebenso weiter über den Furka- und den Oberalppass, wo
der erste Halt fällig war. Ab da fuhr unser Präsi mit seiner
komplett erneuerten „Schnuregiige“ an der Spitze, um uns zur
Mutter von Luzia nach Sumvitg, dem ersten Dorf nach Disentis zu
führen. Bei der zunehmenden Hitze war das angebotene Mineralwasser
sehr willkommen, danke Frau Tuor. |
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Beim nächsten Halt auf dem Lukmanier
Schrecksekunde: Wo ist Jacques? Telefonische Kontaktaufnahme klappt
nicht. Schnellere Vorausfahrer hatten oberhalb Olivone ein
idyllisches Beizchen etwas abseits der Strasse entdeckt und winken
uns auf den Parkplatz. Da endlich meldet sich Jacques… Er ist in
Sumvitg statt links Richtung Disentis rechts Richtung Chur auf die
Hauptstrasse abgebogen und ist bereits am Splügenpass! Erleichtert
fahren wir weiter durch das schöne Bleniotal hinunter, durch die
Riviera nach Arbedo und ab dort durchs Misox auf der Kantonsstrasse
zum San Bernardinopass hinauf. Auch hier kaum Verkehr, weil alles
auf der A13 unterwegs ist. Tankhalt in Mesocco.
Unsere
„Rennfahrer“ wollen ordentlich Gas geben, also Treffpunkt
Splügenpass. Ich selber fahre mit Carmelo und Andy gemütlicher
hinterher. Dunkle Wolken ziehen auf, es ist deutlich kühler (und
angenehmer) geworden. Andy will unbedingt noch den WM-Viertelfinal
Deutschland-Argentinien zu Ende sehen, so dass sich unsere
Weiterfahrt um etwa 20’ verzögert. Zum Glück, denn sonst wären wir
vermutlich vor Chiavenna in einen stärkeren Platzregen geraten, dem
über die Strasse fliessenden Wasser nach zu schliessen.
Problemloser Zimmerbezug im Hotel Crimea, feines Nachtessen und
gemütliches Ausklingen bei Kaffee mit und ohne Grappa, alles von
einer ausserordentlich hübschen, fröhlichen jungen Frau serviert! |
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Die Rückfahrt über Colico, dem Comer See
entlang nach Menaggio und hinauf nach Porlezza am Luganer See
gestaltet sich zuerst mühsam, da von den rund 70 km bis zur
Schweizer Grenze bei Gandria mindesten 50 innerorts sind und
angesichts des sehr dichten Verkehrs in beiden Richtungen nichts
anderes übrig bleibt, als einfach mitzuschwimmen. Im Tessin ging es
dann besser. Um Zeit zum gewinnen in Lugano auf die Autobahn bis
Biasca statt über den Monte Ceneri, Treffpunkt ist auf dem
Gotthardpass. Durch die Leventina aufwärts kaum Verkehr und fast nur
Motorräder. Durch die Tremola erreichen wir „langsamen“ die Passhöhe
als erste! |
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Von den „schnellen“ haben
nicht alle die Einfahrt in die Tremola gefunden…Mittagessen im
Selbsbedienungsrestaurant „Zur alten Sust“. Andy verlässt uns in
Göschenen, wir treffen uns wieder in Innertkirchen zum
Abschiedstrunk. Individuelle Rückfahrt., einige, darunter der
Schreibende, fahren über den Brünigpass und die
Glaubenbühlen-Panoramastrasse
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Text: Henri Florio / Bilder: Urs Graf |
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